Ein einfaches Shibori Muster
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Shibori gehört zu den traditionellen japanischen Reservierungsfärbeverfahren. Ohne Zuhilfenahme von speziellen Reservierungsmittel werden mit dieser Technik bestimmte Stellen im Stoff reserviert und dann gefärbt.
Der Stoff wird dabei zumeist in kleine Falten gelegt, diese dann fixiert, z.B. durch Abbinden, zusammenheften oder zusammenpressen, und das Werkstück anschließend gefärbt.
Eine der einfachsten Methoden dieser Falttechniken wird hier vorgestellt.
Der mit Shibori gefärbte Schal auf diesem Bild wurde nachträglich auf blaues FLYFEL-web aufgefilzt.
So geht's:
Falten Sie den Schal, am besten eignet sich eine leichte Pongé-Qualität, einmal quer in der Mitte zusammen. Dann beginnen Sie an einem Ende, beide Lagen gleichzeitig akkordeon-ähnlich zu einem ca 6cm breiten Streifen zusammenzufalten. Je exakter die Lagen aufeinander liegen, umso genauer wird später das Karomuster ausfallen. Ein Bügeleisen leistet hierfür gute Dienste; einfach nach jeder Lage einmal glattbügeln.
Den Streifen und in die andere Richtung ebenfalls akkordeon-ähnlich zusammenfalten, so dass am Ende ein ca 6cm großes quadratisches Päckchen entsteht. Dieses nun so fest wie möglich zusammenpressen und fest umwickeln, das geht am besten zwischen zwei flachen Holzbrettchen oder Tellern. Das Paket dann in einem Wasserbad mit dampffixierbarer Seidenmalfarbe bis zur gewünschten Farbintensität leicht köchelnd färben.
Je straffer das Paket zusammengeschnürt ist, umso heller bleiben die Innenräume der Quadrate in die dann so gut wie kein Farbstoff eindringen kann.
Hier wurde ein hauchfeiner
Organza Schal in der beschriebenen Technik gefärbt und anschließend auf ein naturweißes Stück FLYFEL-web aufgefilzt. In der Nuno-Filz-Oberfläche ist nur noch ein Hauch der Färbung zu erahnen.
Nicht nur auf Chiffon und Organza, auch auf Crêpe Georgette sieht dieses Muster eindrucksvoll aus.
In diesem Beispiel wurden Streifen verschiedener Grau-und Khaki-Töne aus FLYFEL-web ausgeschnitten und aufgefilzt. Das unterstreicht den leicht dreidimensionalen Charakter des Shibori-Musters.
Hier noch eine Variante auf Organza 2,8.
Nach dem Färben in schwarzer Seidenmalfarbe wurden zusätzlich Stellen mit Wachs reserviert und mit blauer Seidenmalfarbe gefärbt.
Durch das Auffilzen auf einen schwarzen Hintergrund erhält der Schal einen völlig anderen Charakter als auf weißes FLYFEL-web.
Nicht nur seidene Schals, auch Leinen-Schals können mit dieser Technik gefärbt werden. Dann natürlich das zusammengeschnürte Päckchen nicht in Seidenmalfarbe, sondern mit einer Farbe für Pflanzenfasern färben.
Auch
Leinen-Schals lassen sich auf FLYFEL-web auffilzen. Dieser Nuno-Filz erhält dann eine schöne stark gekräuselte, aber dennoch weiche Oberflächenstruktur.
Das gleiche Shibori-Muster, aber diesmal nicht ge- sondern entfärbt.
Für diesen Schal wurde ein Schal aus schwarzer Pongé wie beschrieben gefaltet und in handelsüblichem Entfärber leicht geköchelt. Je nach verwendetem Schwarzton und Entfärber entstehen wunderschöne beige bis braune Zwischentöne.
Anschließend wurde dieser Schal auf braunes FLYFEL-web aufgefilzt.